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Projekt zum Thema „Energy Drinks“ an der IGS Johanna Loewenherz

von Tobias Mölich, 12.05.2019, 20:44 Uhr

An der Station „Kost-Bar“, sollten die Teilnehmer in einer Blindverkostung verschiedene Getränke am Geschmack erkennen.

Die Beobachtung, dass Schülerinnen und Schüler, auch in der Schule, zunehmend „Energy Drinks“ konsumieren, hat uns dazu bewogen, ein Projekt zu diesem Thema zu starten. Als Expertin konnten wir dazu Frau Brenner von der Verbraucherschutzzentrale Rheinland-Pfalz (Referat für Lebensmittel und Ernährung) gewinnen, die am 6. Mai bei einer Informationsveranstaltung interessierte Eltern, Lehrerinnen und Lehrer zu dem Thema „Gesunde und ungesunde Getränke“ aufklärte.

Fortsetzung:

Mit ihrer „Mach-Bar Tour“ hat die Verbraucherschutzzentrale der IGS J.L. als Leihgabe für den Zeitraum von zwei Wochen eine interaktive Ausstellung zur Verfügung gestellt, mit der sich unsere Schülerinnen und Schüler ohne den berühmten „moralischen Zeigefinger“ mit den Trendgetränken aus unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzen konnten.

Die erste Gruppe startete an der Station „Kost-Bar“, an der es in einer Blindverkostung darum ging, verschiedene Getränke am Geschmack zu erkennen. Anschließend wurden mit den vielen bereitstehenden Zutaten (Wasser, Säfte) pro Gruppe jeweils ein eigenes Getränk gemischt und probiert.

Damit, was in den vielen am Markt angebotenen „Energy Drinks“ eigentlich enthalten ist, setzten sich die Jugendlichen an der nächsten Station, der „Denk- Bar“, auseinander.
Was ist eigentlich „Acesulfam K“? Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Taurin“? Unsere Schülerinnen und Schüler entschieden hier nach einem Inhaltscheck, welche Getränke sich als gute Durstlöscher eignen - und welche nicht.

An der nächsten Station, der „Wunder- Bar, schlüpften die Jugendlichen in die Rolle von Werbeprofis und entwickelten ein eigenes Vermarktungskonzept für das zuvor von ihnen kreierte Getränk. Es ging darum, einen guten Namen mit einem interessanten Slogan zu finden, der das Produkt für eine breite Masse spannend macht. Die Ergebnisse wurden auf Plakaten festgehalten.

Anschließend führten die Klassen an der „Nutz- Bar“ einen Öko-Check einzelner Produkte durch. Die Schülerinnen und Schüler prüften die Verpackungen verschiedenster Getränke mit kritischem Blick auf deren Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit. Glasflaschen, Behältnisse aus Kartons und Dosen- alle erhielten eine Note.

Zum Schluss trafen sich die Gruppen in der „Vorzeig- Bar“, an der die Ergebnisse präsentiert wurden. Hier fand ein reger Austausch statt, der auch die Möglichkeit bot, Fragen zu stellen oder zu diskutieren.

Wir danken Frau Brenner und der Verbraucherschutzzentrale für dieses Experiment, durch das wir uns dem Thema „Energy Drinks“ auf vielfältige Weise nähern konnten. Wir haben von dieser Erfahrung profitiert und sind bemüht, selbst nachgebaute Stationen als festen Bestandteil unseres Präventionsangebotes im Unterricht zu verankern.