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Unsere Schülerinnen und Schüler zeigen Interesse an Europawahl

von Matthias Arnold, 24.05.2019, 22:02 Uhr

Aufmerksam verfolgten die Schüler die Podiumsdiskussion zur Europawahl

In der voll besetzten Aula der IGS Johanna Loewenherz Neuwied trafen fünf Kandidaten für die Europawahl am kommenden Sonntag zu einer Podiumsdiskussion aufeinander. Eingeladen waren alle im rheinland-pfälzischen Landtag vertreten Parteien.

Fortsetzung:

Die SPD wurde durch die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demographie Sabine Bätzing-Lichtenthäler vertreten. Für die CDU trat Ralf Seekatz, Bürgermeister von Westerburg und Europapolitischer Sprecher seiner Fraktion in der Landtagsfraktion an. Als Vertreterin der GRÜNEN nahm Katharina Binz, MdL, an der Diskussion teil, als Vertreter der FDP deren Spitzenkandidat zur Europawahl Markus Scheuren, als Vertreter der AFD MdL Dr. Jan Bollinger.

Der Einladung gefolgt waren auch viele Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums und des Rhein-Wied-Gymnasiums, um die anregende Diskussion zu verfolgen.

Gefragt, was Europa für sie bedeute, antworteten die beteiligten Politiker: „Freiheit, Frieden, Vielfalt, Verständigung und Reisefreiheit“.
Der Moderatorin Christina Nover, einer Redakteurin der RZ, ist es gelungen den politisch Verantwortlichen über diese Schlagworte hinaus konkrete Stellungnahmen zu Sachthemen zu entlocken, die die Interessen der Schüler wiederspiegelten.

Dazu dienten von den Schülerinnen und Schülern formulierte Fragen. Diese beinhalteten Themen wie z.B. den Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform, der den Einsatz von Uploadfiltern bei Sozialen Netzwerken wahrscheinlich erscheinen lässt, wodurch die Schülerinnen und Schüler die Meinungsfreiheit bedroht sahen.

Auch der Klimaschutz lag den Schülerinnen und Schülern besonders am Herzen. Ob durch die Fridays- for-Future Demonstrationen oder durch konkrete Maßnahmen wie den Abbau der AKWs und der Kohlekraftwerke solle der Klimaschutz verbessert und die internationalen Klimaverträge eingehalten werden. Dass schmutziger Strom aus AKWs wie Cattenom importiert werde, könne laut Vertretern von CDU und FDP dazu nicht die Lösung sein.

Der Netzausbau der Handyfrequenzen war ein weiteres aufgeworfenes Thema, das Sabine Bätzing-Lichtenthäler betonen ließ: „Wir setzen massiv auf Digitalisierung!“ Denn: Wer will schon in ein Funkloch geraten?

Einig waren sich die Vertreter aller Parteien in ihrer Haltung zu den Spaßparteien: „Diese werden nichts verändern!“ Dass die Bemühungen um gesellschaftliche Veränderungen anstrengend sind, zeigte sich im Schlusswort von Frau Katharina Binz: „Politik ohne Frustration gibt es nicht!“